- Der Autor
- 1. Präludium
- 2. Adagio
- 3. Andante
- 3.1 Höhere Macht, bitte kommen
- 3.2 Ampongs Geld
- 3.3 Deutschlands gewiefte Richter
- 3.4 Geld verdirbt den Charakter!
- 3.5 Die Wege des Herrn
- 3.6 Geld stinkt nicht. Frauen auch nicht!
- 3.7 Paris (Oh, Champs Elysées)
- 3.8 Eis Kamerun!
- 3.9 Joseph und Maria auf afrikanisch
- 3.10 Ein Arschloch in der Kirche
- 3.11 Deutschlands Frauen
- 3.12 Sieh’ auf deine Vergangenheit und du erkennst deine Zukunft.
- 3.13 Wir grillen
- 3.14 Unser Spatz vom Dach
- 4. Con fuoco
- 5. Crescendo
- 6. Overtüre
Halbwahrheiten
3.14 Unser Spatz vom Dach
Papa!!
„Ja“
Papa!!!
„Ja!!“
„Komm mal!!!
Es war Tina, meine Tochter von siebzehn. Sie stand auf unserem Balkon und war ziemlich außer sich.
„Was ist los?“, fragte ich.
„Guck mal da.“
Tina zeigte auf unseren Blumenkasten auf dem Balkon. „Guck mal genau hin, da sitzt ein Vogel drin.“ Natürlich guckte ich, und wahrhaftig saß ein Jungvogel in den Blumen, halb verdeckt. Er muß höchstens zehn Tage alt gewesen sein. Er hockte einfach da, und konnte nicht weg fliegen. Er war ja noch nicht flügge, und hatte kaum Feder am Leib.
„Wir können nichts machen. In der Natur herrscht strikter Auslese. Wer den Überlebenskampf verliert, ist nicht fit fürs Leben. Laß also krepieren“, sagte ich ganz salopp und drehte mich zu gehen.
„Bis Du verrückt?“ schrie Tina mich an. Zum ersten mal übrigens. „Diese Vogelart, haben wir in der Schule gelernt, steht unter Artenschutz. Also müssen wir etwas tun, um ihn zu retten. Wir können doch nicht einfach sterben lassen. Außerdem ist es gemein von dir!“
Als meine Frau dazu kam und vom Sachverhalt lernte, zeigte sie mir den Vogel. „Das hier ist nicht Afrika, verstehst du? Der Vogel ist geschützt und wir sind verpflichtet ihn zu helfen.“
Was tun? Ich schämte mich etwas und fragte verlegen, was wir denn tun könnten.
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Rufen Freundin an. Käfig erhalten
Zoohandlung
Pipette und Zange für die Würmer.
Jetzt hatten wir einen Vogel.
Unser Wohnzimmer stank nach Vogelscheiße
Nicht mal ein Dankeschön kam von dem Viech.