Unterhaltung
1.2 Erster Weihnachten in Berlin
Ankomah war nun rund drei Jahre in Deutschland, als er Frau Schmitz kennen lernte. Sie war stellvertretende Schulleiterin in Bönstadt. Eine kräftige, resolute, lebendige Dame war das. Als er sie traf, war sie gerade aus Kamerun zurückgekehrt. Dort hatte Frau Schmitz zwei Jahre lang als Entwicklungshelferin in einer Grundschule in Bafoussam unterrichtet.
Damdam - Vertrauen und Akzeptanz
Wir spielen Damen, unser Schach mit dem Tod
Wissend, dass wir zum Schluß verlieren werden
Dennoch einen Schritt gemacht zu haben
Neu für das Leben;
Ein Gewinn, dass hinfällt, um zu sterben
In Farbe, für einander im Kampf;
Und sterbend, doch voller Leben
Den Nachbarwurzel fütternd
In einem anderen Leben groß werdend
Jung wie neue, fröhlich Ableger
3.4 Geld verdirbt den Charakter!
Die Sache mit den Haustieren in Europa fasziniert Afrikaner und ärgert sie gleichzeitig. Samuel, mein Freund aus Liberia, ärgert sich maßlos, dass Jahr für Jahr Milliarden für Haustiere ausgegeben werden, während viele Menschen in Afrika vor Hunger sterben. Darum hasst Samuel Haustiere. Alle. Nicht nur dass, er hasst sogar die Besitzer von Haustieren, insbesondere, wenn es Frauen sind.
Dua afe - Vorsicht und Umsicht
Oma hatte einen hölzernen Kamm
Der die Knoten aus Kindesverhalten zurechtbog
Bis komischbehaarte, drahtige Typen hierher kamen
Und ihn über Opas Grab zerbrachen.
6.2 Die Meerkatze
„Es gibt Sachen, die ich weiß, und Sie nicht wissen, und es gibt Sachen, die Sie wissen und ich nicht weiß“. So pflegte Uschi, meine langjährige Arbeitskollegin, häufig zu sagen. Besonders dann, wenn sich herausstellte, dass sie wieder einmal eine dumme Frage oder eine blöde Antwort von sich gegeben hatte.
Pempamsie - Zusammenarbeit
Unsere Stärke ist es, wenn wir vereint sind:
Ein Besen, gebunden mit Banden des Blutes,
der Treue und der Sorge des einen für den Andern
ein Kleid aus vielen Farben,
genäht als ein Zeichen, als Stärke.
Wer immer sich absondert,
mag seine Zwergenkraft brechen sehen,
seine Schönheit zersplittert, unvollständig.
Halbwahrheiten
Fast wahre Geschichten aus Deutschland
4.7 Festschmaus mit Elefanten
Der Afrika Korrespondent der Frankfurter Rundschau schickt ungefähr alle drei Monate einen Artikel über afrikanische Themen an seine zahlreichen Leser in good old Germany. Von seinem Horchposten in Nairobi (er ist der einzige Berichterstatter für ganz Afrika), schickte er am 28.06.2000 einen dieser besagten Artikel mit dem obigen Titel. Es ging um eine Elefantenplage in Kenia.
3.7 Paris (Oh, Champs Elysées)
Das Leben ist voller Widersprüche. Nehmen wir den Sommer in Deutschland, zum Beispiel. Während des Rest des Jahres sehnt sich jeder Deutsche nach dem Sommer, der deswegen eine sehr willkommene Jahreszeit ist. Aber auch die langweiligste Zeit. Im Sommer ist wirklich nichts los. Es ist so schlimm, dass das Phänomen als Sommer Loch im ganzen Land bekannt ist.
Agyindawuru - Liebes Lied
Oh für den Saft des Agyin-Baumes
Um meiner Stimme Klang zu verleihen;
Der Gong meiner Seele,
Damit ich noch wohler klingele
Bei ihr, zu der ich gehöre.